– Xavier Network
Gemeinsam für eine gerechtere Welt
Vom 14. bis 16. Oktober 2026 war jesuitenweltweit Deutschland Gastgeber des Direktoren-Treffens des Xavier-Netzwerks im Nürnberger Ukama-Zentrum. Vertreterinnen und Vertreter von 13 jesuitischen Hilfswerken und Organisationen aus zwölf Ländern kamen zusammen, um ihre weltweite Zusammenarbeit zu stärken.
Ein Schwerpunkt war die Frage nach der gemeinsamen ignatianischen Identität. Manuela Balett von jesuitenweltweit Schweiz fasste das Ergebnis so zusammen: „Wir haben uns darauf geeinigt, die kommenden drei Jahre in die Stärkung der ignatianischen Prägung und Sendung der Mitglieder des Xavier-Netzwerks zu investieren. Damit wird die jesuitische Identität für die Zukunft gestärkt.“
13 Organisationen – eine gemeinsame Haltung
„Unsere Zusammenarbeit lebt nicht allein von gemeinsamen Projekten, sondern von einer gemeinsamen Haltung: Wir stehen an der Seite der Menschen, deren Stimmen nicht gehört werden“, sagt P. Christian Braunigger SJ, Direktor von jesuitenweltweit Deutschland. „Die Begegnung hier in Nürnberg stärkt das wechselseitige Vertrauen, das unsere weltweite Arbeit trägt.“
Die gemeinsame Verantwortung ist groß: 2025 konnten die Mitgliedsorganisationen des Netzwerks 74 Millionen Euro mobilisieren und damit rund 525.300 Menschen erreichen. Mit Partnern wie dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) und Fe y Alegría fördern sie Bildung, begleiten Geflüchtete und setzen sich für Gerechtigkeit ein. In Nürnberg berieten sie über gemeinsame Finanzierung, Kommunikation und den Umgang mit humanitären Krisen. Besonders eindrücklich war der Bericht über die Nothilfe nach dem Erdbeben in Venezuela im Juni.
„Wir bringen unterschiedliche Erfahrungen zusammen und können dadurch entschlossener handeln“, sagt Katrin Morales, Geschäftsführerin von jesuitenweltweitÖsterreich. „Gerade in Krisen müssen wir voneinander lernen und unsere Kräfte bündeln.“
Ein bewegender Moment war auch der Dank an Jenny Cafiso aus Kanada für 31 Jahre im Dienst der Jesuiten. Für jesuitenweltweit Deutschland als Gastgeber bleibt eine klare Botschaft: Die weltweite Verbundenheit der Jesuiten zeigt sich dort, wo Solidarität konkret wird.
