Stärkung der Teeplantagengemeinschaft

Teeplantagenarbeiterinnen und -arbeiter waren lange von nationalen Bildungsprojekten ausgeschlossen. Auch heute liegt die Verantwortung für ihre Ausbildung und Wohlbefinden mehrheitlich bei den Plantagenbesitzern. Das führt zu grossen Bildungslücken, Armut und Gesundheitsrisiken. Das jesuitische Centre for Social Concern (CSC) setzt sich für die Bildung der Kinder in und unterstützt die Erwachsenen in ihrer Weiterbildung.

Stärkung der Teeplantagengemeinschaft

Ort:
Hatton, Sri Lanka

Partner:
Das Centre for Social Concern (CSC) in Hatton, Sri Lanka Fr. Alexis Premkumar SJ, Direktor des CSC Hatton, Sri Lanka

Zielgruppe:

Das Social Center arbeitet in über 20 Teeplantagen und erreicht jährlich über 1’200 Direktbegünstigte. Der jährliche Beitrag von Jesuiten weltweit Schweiz wird für sieben Vorschulen (164 Kinder), zehn Lernzentren (259 Kinder), die Ausbildung von 60 Frauen und Advocacy-Arbeit genutzt.

So hilft Ihre Spende:

Ihre Spende erlaubt es dem CSC, Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, die Kinder in dieser Bildung auch zu unterstützen und so Schulabbrüche zu minimieren. Weiter werden Teeplantagearbeiterinnen und -arbeiter in Weiterbildungen gestützt und über ihre Rechte informiert. So werden sowohl Kinder als auch Erwachsene gestärkt.

Armut nach Kolonialherrschaft

Vor rund 200 Jahren holte die britische Kolonialmacht arme Fami­lien aus dem indischen Tamil Nadu nach Sri Lanka. Sie benötigte dringend Arbeitskräfte für ihre Tee-, Zimt-, Kautschuk- und Palmölplantagen. Auch wenn diese Fami­lien seit Generationen das Rückgrat der profitablen Tee-industrie bilden – Tee macht rund 25 Prozent der sri-lankischen Exporte aus – gehören ihre Nachkommen bis heute zur am stärksten isolierten, benachteiligten und unterdrückten Bevölkerungsgruppe des Landes. Als das ganze Land in den 1940er-Jahren kostenlose Bildung erhielt, war die Plantagenbevölkerung davon ausgeschlossen. Erst in den 1980er-Jahre bekamen sie Zugang zum nationalen Bildungsangebot. In den 1990er-Jahren wurden die Plantagen an private Unternehmen übergeben. Sie wurden aufgefordert, für das Wohlergehen der Gemeinschaft zu sorgen. Die profitorientierten Privatunternehmen beschränken sich jedoch auf ein Minimum. So leiden die Menschen unter Unterernährung und Gesundheitsrisiken. Zugang zu Bildung und Achtung der wirtschaftlichen und politischen Rechte ist nicht garantiert.

Das Centre for Social Concern (CSC)

Das Centre for Social Concern (CSC) wurde 1993 von Jesuiten in Sri Lanka gegründet und setzt sich seither für die Stärkung und Bildung der Plantagengemeinschaft in der Bergregion von Hatton ein. Sie setzen sich für die Bildung und Selbstermächtigung von Teeplantagenarbeiterinnen und -arbeitern ein. Sie betreiben Vorschulen für Kinder von drei bis fünf Jahren. Hier werden sie täglich von 8 bis 18 Uhr betreut. Sie werden spielerisch auf die Schule vorbereitet und werden mit einer warmen Mahlzeit versorgt. 

In Lernzentren erhalten Schulkinder zwischen 15 und 18 Uhr einen ruhigen Raum, um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Diese Räume sind von Lehrpersonen betreut, die bei offenen Fragen helfen und unterstützen. Kinder aus besonders armen Fami­lien erhalten Lernmaterial und Stipendien. 

Für Frauen bietet das CSC praxisnahe Ausbildungsprogramme an. Sie erhalten eine Chance auf ein eigenes Einkommen und stärken ihre Selbstbestimmung. Einige Frauen besuchen Kurse in Schneiderei und Stickerei. Diese werden während sechs Monaten in den Dörfern selber angeboten. Andere Frauen besuchen Trainings für die Führung von Kleinunternehmen und erhalten Startkapital, um eigene Ideen umzusetzen. 

Ausserdem ist das CSC ein Ort für den Austausch. Es werden regelmässige Treffen mit lokalen Führungspersonen organisiert, wo die Menschen auf den Teeplantagen über ihre Rechte aufgeklärt werden und sie unterstützt werden, diese Rechte einzufordern.

Ziele und Hoffnung

Das Projekt hat zum Ziel, die Schulbildung der Kinder auf Plantagen zu stärken und den Schulabbruch zu verhindern. Die Kompetenzen von Kindern und Erwachsenen werden gestärkt und Führungspersonen der Plantagengemeinschaften gestärkt.

Das Einkommen der Begünstigten verbessert sich und die Abhängigkeit verringert sich.

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