Menschen, die auf Rückführung oder Ausschaffung warten, sind oft in sehr prekären Unterkünften untergebracht, an abgelegenen Orten, Containerlagern, unterirdischen Bunkern etc. Finanziell bekommen sie dabei Nothilfe. Nothilfe soll die Mittel liefern, ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. In Realität ist das aber extrem wenig. In den meisten Fällen entspricht das Sachleistungen, also Kleider und Essen, wenn das nicht möglich ist, wird Geld ausgezahlt, in der Regel zwischen 8.- und 10.- täglich pro Kopf.
Diese Zustände sind für die Menschen belastend. Deshalb besucht der JRS Schweiz, in Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen und Freiwilligen seit bald neun Jahren manche dieser Orte regelmässig und versucht, ein Beziehungsnetz entstehen zu lassen. Dieses soll den Betroffenen aus Isolation und Perspektivenlosigkeit heraushelfen.
Die einzige Chance, für abgewiesene Asylsuchende, ist ein Härtefallgesuch. Damit dieses Gesuch aber Erfolg hat, muss eine gute sprachliche, soziale, kulturelle und berufliche Integration vorgewiesen werden. Das ist unter obig beschriebenen Zuständen natürlich schwierig. Der JRS fungiert deshalb als Vermittler zu Anwältinnen und Anwälten, Deutschkursen, Tandem-Kontakten, gebrauchten Computer und Velos, Praktikumsplätze, Freiwilligeneinsätzen und vielem mehr. Zwei Menschen, die der JRS Schweiz unterstützt hat, schildern ihre Geschichten in unserem aktuellen Magazin (Herbst 2025).