– Demokratische Republik Kongo

Projekt „Job Creator“ in der Demokratischen Republik Kongo: Neue Hoffnung

Die Kivuregion im Osten Kongos ist seit Jahrzehnten von Gewalt und Vertreibung geprägt. Das von Jesuiten-Weltweit unterstützte Projekt Job Creator bietet jungen Menschen wie Fatuma eine Ausbildung und die Chance, ihr Leben neu aufzubauen.

Krieg und Hoffnungslosigkeit in der Kivuregion

Die Kivuregion im Osten Kongos ist seit Jahrzehnten Schauplatz von wiederkehrenden Kriegen. Und seit Januar 2025 hat die Miliz M23 in einer neuen Welle von Gewalt und unter Begehung schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit alle grossen Städte in der Region in ihre Gewalt genommen, darunter auch Bukavu. Dort befindet sich das «Institut Catholique de Formation Professionnelle et Métiers» (ICFPM), welches seit den 70er Jahren das «Cheche Center» mit dem Projekt „Job Creator“ betreibt. Es ist ein Angebot für die steigende Zahl junger Menschen, Waisen und schutzbedürftiger Personen ohne Ausbildung und Perspektive. Im Cheche Center erhalten sie eine Berufsbildung in verschiedenen Branchen und die Chance auf eine Stelle, welche es ihnen erlaubt, auf eigenen Beinen zu stehen. Das Projekt wird von Jesuiten-Weltweit unterstützt. Dank dieser Unter­stützung konnte Fatuma, eine junge Frau, die vorher auf der Strasse lebte, einen Job bekommen. Sie hat uns ihre Geschichte erzählt:   

Fatumas Kindheit und der Verlust der Familie

„Ich möchte Ihnen meinen Lebensweg schildern. In meiner Jugend glaubte ich, im Garten Eden zu leben, umgeben von der Liebe meiner Eltern. Im Jahr 2022 jedoch veränderte sich mein Leben schlagartig, als die Rebellengruppe M23 einen erbitterten Krieg gegen die kongolesische Regierung begann und die humanitäre Krise in unserer Region verschärfte. Mein Vater, ein der Regierung loyaler Soldat, verlor sein Leben bei der Verteidigung unseres Landes. Meine Mutter, die mit ihrem vierten Kind schwanger war, verfiel in eine Depression und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als älteste von drei Brüdern sah ich, wie unsere Freude sich in einen Albtraum verwandelte. 

Wir wurden aus unserem Haus in Nyamugo vertrieben, weil wir kein Geld hatten. Meine Brüder und ich lebten in verlassenen Gebäuden und an öffentlichen Orten, und ich begann, Wasser auf der Straße zu verkaufen, um uns zu versorgen. Eines Tages bot mir ein Mann an, uns zu beherbergen. Nach einer ersten Woche voller Hoffnung wurde die Situation zum Albtraum: Er begann, mich zu missbrauchen, und ich musste Misshandlungen leiden.  

In dieser unerträglichen Situation beschloss ich, mit meinen Brüdern zu fliehen, ohne ihnen die Wahrheit über unsere Situation zu verraten. Das Leben auf der Straße war gefährlich, und ich wurde schnell zur Prostitution gezwungen, um zu überleben. Meine Probleme führten mich zu Drogen, aber ich suchte verzweifelt nach einem Ausweg. 

„Job Creator“ und die Zukunft

Mein Leben begann sich 2024 zu ändern, als ich vom Job Creator-Projekt des ICFPM hörte, das schutzbedürftigen Menschen hilft. Ich ergriff diese Chance, und nach einer sechsmonatigen Ausbildung im Bereich Informatik bekam ich eine Stelle im öffentlichen Dienst. Heute bin ich von der Prostitution weggekommen, und auch von den Drogen. Ich bin diesem Projekt und allen, die dazu beigetragen haben, mir eine Zukunft zu ermöglichen, zutiefst dankbar. » 

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