Nabantaw Philippinen

Seit fünf Jahren unterstützt unser Werk das Ausbildungszentrum APC im Upper Pulangi auf Mindanao. Gemeinsam mit den Einheimischen setzt es sich für den Schutz von Wald, Wasser und Biodiversität sowie für die Stärkung der indigenen Kultur der Pulangiyēn ein. Ihre Herausforderung: Tradition bewahren und zugleich die modernen Anforderungen an Landrechte, Organisation und Nachhaltigkeit erfüllen – dabei begleiten wir sie.

Nabantaw – Stärkung der indigenen Organisation in Mindanao

Ort:
Mindanao, Philippinen

Partner:
APU Palanguwan Cultural Education Center (APC) Nabantaw Organisation Pedro Walpole SJ

Zielgruppe:

Die Indigene Bevölkerung der Insel Mindanao, Philippinen.

So hilft Ihre Spende:

Ihre Spende ermöglicht uns, die Nabantaw Organisation beim Kompetenzaufbau zu unterstützen, so dass sie die Landrechte behalten können und die indigenen Pulanguyen die Wälder in ihrer Heimat schützen können. Zusätlich ermöglichen sie den Aufbau von landwirtschaftlichen Mikounternehmen, insbesondere zur Stärkung der Frauen.

Einsatz für Natur und Kultur

Unser Werk engagiert sich schon seit fünf Jahren in den Philippinen. Der Jesuit Pedro Walpole SJ hat dort zusammen mit den Einheimischen das Ausbildugnszentrum APC gegründet, welches sich langfristig für die Erhaltung der natürlichen Ressourcen und die Stärkung der indigenen Kultur engagiert. Das APC liegt am Oberlauf des Flusses Pulangi im Bezirk Upper Pulangi, wo die Angehörigen der ethnischen Gemeinschaft der Pulangiyen leben. Dieses Gebiet ist aufgrund seiner reichen Artenvielfalt und dem Wald von grösster Bedeutung nicht nur für die Einheimischen, sondern für die gesamte Bevölkerung und Wirtschaft der Insel Mindanao, denn der Pulangi versorgt sie mit Wasser und Energie. Aufgrund von Übernutzung, Abholzung und Erosion kann aber der Fluss seine segensreichen Dienste für die Menschen immer weniger erbringen. Die Regierung hat den Ernst der Lage erkannt und untersucht, was dagegen getan werden kann. Sie hat sich dabei von internationalen Studien leiten lassen, welche nachweisen, dass indigene Waldbewohner mit ihrem Wissen ganz wesentlich dazu beitragen können, Wasservorkommen, Wald und Biodiversität zu erhalten und das Land nachhaltig zu nutzen.

Landrechte und neue Herausforderungen

Dafür ist es nötig, dass die Pulangiyen weiterhin über das Land ihrer Vorfahren verfügen können, denn dieses wird ihnen von mächtigen Interessengruppen streitig gemacht. Investoren und internationale Konzerne, welche leider oft kurzfristigen Profit über den Erhalt der Natur stellen, sitzen meist am längeren Hebel. Mit speziellen Landtiteln, die von der philippinischen Regierung garantiert werden, bekommen die Pulangiyen nun die Möglichkeit, ihre Ansprüche durchzusetzen. Dafür müssen sie aber jährlich Rechenschaft ablegen, denn sie sind verpflichtet, mit ihrer Tätigkeit zur Erreichung der Ziele des nationalen Landentwicklungs- und Ressourcenschutzplans (ADSDPP) beizutragen. Ohne grundlegende agronomische, juristische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse und eine starke Organisation, welche die Verantwortung übernehmen kann, können sie das nicht leisten. Sie regeln ihre Angelegenheiten noch nach «alter Väters Sitte» (Frauen haben wenig zu sagen) und ohne die gebräuchlichen Informatikprogramme im Ältestenrat, was geltenden Gesetzen und Vorschriften nicht mehr Genüge tut.

Wissen bewahren und die Zukunft gestalten

Und so stehen die Pulangiyen vor einer grossen Herausforderung. Einerseits müssen sie sich an die moderne Welt anpassen, und andererseits gilt es für sie, ihr Wissen über die Natur und die Ökologie zu erhalten. Denn dieses Wissen ermöglicht ihnen, ihre Lebensgrundlagen zu sichern und zugleich Wasser, Wald und Biodiversität im oberen Pulangi für die ganze Gesellschaft zu erhalten. Pedro und seine Leute vom APC haben beschlossen, die Pulangiyen in diesem schwierigen Prozess zu unterstützen, und wir selber unterstützen dabei das APC. Helfen Sie mit, damit die Einheimischen im Upper Pulangi auch langfristig überleben und dabei die Lebensgrundlagen für alle Menschen auf Mindanao bewahren können. 

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