– Nepal
Flutkatastrophe Nepal – Hilfe für Familien und Schulen
Schwere Sturzfluten haben in Nepal ganze Regionen verwüstet. Über 1’000 Menschen kamen ums Leben, weit über 4’000 werden noch vermisst. Auch Mitarbeitende und Einrichtungen unserer jesuitischen Partner sind betroffen. Das Nepal Jesuit Social Institute (NJSI) bereitet Nothilfemassnahmen vor.
Am 26. August haben verheerende Sturzfluten die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet getroffen. Besonders betroffen sind Gebiete entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli. Eine Sturzflut aus Wasser, Schlamm, Eis und Geröll hatte im Grenzgebiet alles mit sich gerissen. Strassen, Brücken und Kommunikationsverbindungen wurden zerstört oder schwer beschädigt, zahlreiche Orte waren zeitweise nicht erreichbar.
Besonders schwierig ist die Lage in Tipling, einer abgelegenen Region Nepals. Zwei dort tätige Jesuiten sind zwar in Sicherheit, berichtet P. Shajumon Chakkalakkal SJ, Provinzial der Darjeeling-Nepal-Provinz: «Allerdings fehlt es an Lebensmitteln, Strom und Internetverbindungen. Strassen und Brücken sind weggespült worden, sodass die Region derzeit kaum erreichbar ist.»
Nothilfe gezielt vorbereiten
Dem Team des Nepal Jesuit Social Institute (NJSI) geht die Katastrophe auch persönlich sehr nah. Angehörige in den betroffenen Gebieten werden vermisst, bei einigen Familien ist noch immer unklar, ob sie in Sicherheit sind.
Das NJSI bereitet gemeinsam mit lokalen Partnern die nächsten Hilfsmassnahmen vor. Zunächst sammelt das Team Informationen aus den betroffenen Regionen und stimmt sich mit Behörden und Partnerorganisationen ab. Erste Abklärungen laufen bereits: Sie sollen klären, wie viele Familien ihre Häuser verloren haben und welche Unterstützung bei Lebensmitteln, Unterkunft, Wasser, Hygiene, Gesundheit und Schutz benötigt wird. Ein besonderer Fokus liegt auf den Auswirkungen auf Schulen und Kinder.
NJSI und das Schulnetzwerk Fe y Alegría sind in der Region seit Langem tätig und betreiben im Distrikt Dhading die Schulen Dongdendevi und Bachchhaladevi. Bei einer ersten Erhebung vor Ort zeigte sich dringender Bedarf: Benötigt werden unter anderem Matratzen und Bettwäsche, Planen, Moskitonetze, Kleidung, Hygieneartikel, Erste-Hilfe-Sets und wichtige Medikamente.
Auf Grundlage der Erhebungen wird das NJSI festlegen, wo und in welcher Form die jesuitischen Partner die staatlichen und lokalen Hilfsmassnahmen gezielt ergänzen können. Weitere Abklärungen in den betroffenen Gebieten sind bereits im Gang.
Bitte helfen Sie uns, die Menschen in Nepal zu unterstützen.

